Kontrolle der Überdruckventilationswirkung in der Gryspek-Gruft.

Am Samstag, den 19. März kamen die Mitarbeiter der Firma Boanergo, um die Wirkung der Überdrucklufttechnik auf die Mikroklimaänderung in der Gryspek-Gruft festzustellen. Zu der Zusammenarbeit wurde der Speläologe Herr Tomáš Kromforst eingeladen, der bereit war die Situation in dem Lüftungskorridor zu beurteilen und Fotodokumentation zu beschaffen. Durch die Besichtigung wurde festgestellt, dass der Korridor etwa 5 - 8 m von seiner Biegung bis zur Mündung aus der Kirche stark nass ist (Wasser tropft aus dem Gewölbe ab und auf dem Boden gibt es eine Wasserpfütze) höchstwahrscheinlich von verletzter Kanalisation, die das Regenwasser von der Kapellenrinne ableitet.

Im Bezug darauf, dass der Archäologe Daniel Stráník, der als der erste den Lüftungskorridor am 31.1.2014 besucht und feststellt hat, dass der Korridor absolut trocken gewesen sei, wird es nötig sein, die das Rinnenwasser ableitende Kanalisation zu überprüfen und den eventuellen Mangel zu beseitigen.

Obwohl es gelungen ist, die Mikroklimaparameter in der Gruft nach 21.11.2015 zu verbessern, wäre die Situation wesentlich günstiger, wenn die von dem Lüftungskorridor zugeführte Luft nicht von dem durchsickernden Wasser negativ beeinflusst würde. Deshalb haben wir uns entschieden, die Lüftung über den Korridor einzustellen und die Überdruckturbine in den Raum unter die Grufttreppe zu verstellen und die Luft von der 2014 aus dem Dachraum über dem Treppenhausanbau gebildeten Luftkammer zu schöpfen.

Im Bezug auf die oben angeführten Komplikationen wird höchstwahrscheinlich die Möglichkeit bedroht, die Gryspek-Mumien in die Gruft für die touristische Saison 2016 zu bringen.

31.1.2014

19.3.2016